Zope für Anwender
Das CMS Zope erlaubt Webseiten so zu erstellen, dass sie von Nicht-Webspezialisten einfach verändert werden können.
Was kann man mit Zope machen?
- Pflegeleichte Seiten
- Seiten mit Daten aus einer Datenbank
- Bereiche mit Zugriffskontrolle
- Seiten, die Datenflusskontrolle erlauben (Workflow)
- Internet-Applikationen, die in das firmeneigene ERP-System integriert sind.
Zope selbst ist ein Applikationsserver. Das heisst, es stellt Programme und Funktionen auf eine standardisierte Art und Weise zur Verfügung. Mit anderen Worten, Zope selbst ist eine Blackbox, die von den Endbenutzern nie gesehen wird. Letztere kommunizieren nur mit Programmen, die in der Blackbox zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass für den Anwender Zope selbst uninteressant ist. Wichtig ist vielmehr, was für Anwendungen ihm zur Verfügung stehen.
Wer konfiguriert Zope mit den gewünschten Anwendungen?
Die gewünschten Anwendungen müssen von den redCOR Zope-Experten oder vom firmeneigenen EDV-Personal in Zope eingebettet werden. Um das zu ermöglichen, bietet Zope eine Reihe von bewährten Werkzeugen. Diese sind im Dokument "Was ist Zope - eine technische Erläuterung" beschrieben.
Was für Applikationen gibt es?
Je nach Herkunft unterscheiden wir 3 verschiedene Typen von Applikationen.
In Zope selbst vorhandene Applikationen
Die in Zope selbst vorhandenen Anwendungen sind von genereller Natur. Beispiele sind
- Zugriffskontrolle
- Dateiverwaltung
- Schnittstellen zu SQL-Datenbanken
- Benachrichtigungs- und Mail-Dienste
Oft dienen sie als Basis weiter spezialisierter Applikationen. Sie können aber auch direkt verwendet werden.
Von Drittherstellern angebotene Applikationen
Es gibt mehrere Hundert verschiedene Applikationen zu Zope, die von Drittherstellern angeboten werden. Sie sind teilweise nach dem Opensource Modell erstellt, also lizenzfrei einsetzbar. Oft m�ssen diese vor dem Gebrauch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Andere werden gegen Entgellt schlüsselfertig geliefert. Beispiele sind:
- E-Commerce-Systeme
- Kommunikationsplattformen zum kontrollierten Austausch von Dateien und Informationen
- Web-Foren
- QS-Support Systeme
- Dokumentverwaltung
Selbst gebaute Applikationen
Eine der wesentlichen Vorteile von Zope ist der reiche Satz von Möglichkeiten die es bietet eigene Applikationen zu erstellen. Jeder Webauftritt oder jedes Intranet spiegelt die einmalige Charakteristik des Unternehmens, das hinter dem Auftritt steht, bzw. das Intranet nutzt. Demzufolge kann eine "Standardlösung" nur selten ohne Anpassung gebraucht werden. Die von Zope gebotenen Möglichkeiten reichen von sehr einfachen Befehlen für den gelegentlichen Benutzer und "Nicht- Fachmann" bis zur Möglichkeit, in beliebigen Programmiersprachen geschriebene Produkte einzubetten. Im Normalfall werden "eigene" Applikationen nicht von Grund auf neu erstellt, sondern eine vorhandene wird angepasst und erweitert. Das erlaubt schnell und kostengünstig die gesteckten Ziele zu erreichen.
Wie "rede" ich mit Zope?
Zope kann sowohl im Intranet www.inca.at/inhalte/intranet.htm , d.h. im firmeninternen Netzwerk, oder im Extranet d.h. von aussen zugänglich, eingesetzt werden. Um die angebotenen Programme aufzurufen genügt ein Browser wie Outlook Express oder Netscape. Dateien die in Foren abgelegt sind, können entweder mit dem Browser oder per FTP bearbeitet werden. Texte oder MS-Office Dateien wie Word-Dokumente oder Excell-Arbeitsmappen können direkt mit Word oder Excel geöffnet und bearbeitet werden. Sie werden während dem Bearbeiten gesperrt und nach dem Sichern wieder freigegeben.
Zope wird nach dem Opensource-Modell entwickelt und angeboten und ist dementsprechend lizenzkostenfrei. OSS (für Open Source Software) geht vom Gedanken aus, dass es sowohl für den Anwender als auch für den Entwickler profitabler ist, Software nicht zu verkaufen sondern lizenzkostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Dass Software zu "verschenken" für den Entwickler profitabler sein soll, widerspricht dem "gesunden Menschenverstand". Sobald man sich aber vergegenwärtigt, dass seit langen Jahren mit Dienstleistungen rund um Software sehr viel mehr Geld als mit der Software selbst verdient wird, wird das Prinzip schnell verständlich. Der Entwickler profitiert, weil er nur diejenigen Teile programmieren muss, die für einen bestimmten Auftrag notwendig sind. Für den grössten Teil kann er sich auf die Basisprodukte verlassen. Dies gilt nicht nur für das Erstellen neuer Software sondern auch für die Pflege der bestehenden. Der Endanwender profitiert nicht nur, weil er für die Lizenzen nichts zu bezahlen hat, sondern er hat die Sicherheit, sich auf eine breite Basis von Entwicklern abstützen zu können, wenn er die Projektpartner wechseln möchte. Zudem braucht er sich nicht zu scheuen, mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen. Er kann also ein Produkt einsetzten, dessen volle Leitungsfähigkeit er erst später braucht, ohne Leistung auf Vorrat zu bezahlen.
Zwei Beispiele:
- Internationale Projekte von Zope Corporation
Zope Corporation (Fredericksburg, VA, USA) ist "Vater" von Zope und dessen Entwicklungskoordinator. Für international tätige Firmen müssen sie mehrsprachige Applikationen erstellen. Als amerikanische Firma haben sie keine Expertise im nicht englischen Sprachraum. Die Universität Jaume von Valencia (Spanien) arbeitet in einem mehrsprachigen Umfeld (Spanisch, baskisch, englisch). Deshalb wurde dort Localizer, ein Werkzeug zur Internationalisierung von Zope, erstellt (wiederum auf OSS-Produkten basierend). redCOR übersetzt Zope mit Hilfe von Localizer auf deutsch. Dank OSS kann Zope Corporation also internationale Projekte angehen und dabei auf Fachwissen in der Zope-Gemeinde bauen. - IBM investiert in OSS
Im Jahr 2001 hat IBM 1 Milliarde$ in OSS investiert (hauptsächlich Linux). Laut Pressemitteilungen von IBM ist diese Investition zum grössten Teil, dank dadurch generierter Verkäufe, bereits wieder amortisiert (Februar 2001)